erschienen 2017

248 Seiten

Paperback

ISBN 978-3-944478-06-7

 

Gestaltung und Satz: Eisenhauer - Bürokultur, Leipzig

 

Ladenpreis: 14,00 Euro

Francis Nenik: Die Untergründung Amerikas. Roman

Zwischen Fakt und Fiktion hin und her pendelnd erzählt Francis Nenik die Geschichte einer riesigen Verschwörung, deren Personal sich u.a. aus obskuren Mönchen, verschwiegenen Kartenhändlern, pflichtbewussten Hausmeistern, italienischen Abenteurern, amerikanischen Musikern, mongolischen Würmern, griechischen Statuen und einer von Münzen angetriebenen Schreibmaschine rekrutiert - und zwischen ihnen allen sitzt Amanda Hollis und lauscht einer geheimnisvollen Stimme in einem Rohr, die ihr klar zu machen versucht, dass sich Amerika in großer Gefahr befindet und dass es an ihr ist, etwas dagegen zu tun ...

 

Die Vinland-Map existiert tatsächlich. Sie gilt als die wichtigste kartografische Entdeckung des 20. Jahrhunderts - oder als ihre größte Fälschung.

 

2017 startete Francis Nenik sein Tagebuch eines Hilflosen, in dem er die Amtszeit von Donald Trump mit literarischen Mitteln begleitet.

 

 

Pressestimmen:

 

"Wer hier sperrige Texte erwartet, die nur einigen wenigen hartgesottenen Literaturfreaks Zugang gewähren, liegt falsch. [...] mitreißend geschrieben, verweben [sie] in schnörkellosem Stil Handlung und Haltung, Geschichte und Fiktion - Pageturner mit Widerhaken. [...] ´Die Untergründung Amerikas´ berührt die Frage, welche Geschichten aus Archivmaterial (re)konstruiert werden können. Die Story liest sich ungefähr so, als hätte Jorge Luis Borges eine Drei-Fragezeichen-Episode geschrieben: Amanda Hollis - als übergewichtige, einsame Bibliothekswissenschaftlerin eine typische Anti-Heldin - fristet ihr Leben in den sechziger Jahren umgeben von Papier in einem unterirdischen Universitätsarchiv in Harvard. Ihre Aufgabe besteht darin, die schriftlichen Überreste ehemaliger Bibliothekare zu verschlagworten und mit einem Index zu versehen, also sinnbringend anzuordnen - als sie eines Tages eine Stimme bemerkt, die aus einem Kellerrohr dringt und von sonderbaren Begebenheiten berichtet. Sofort macht sich Hollis ans Werk, das Rätsel mit den ihr eigenen Waffen zu entschlüsseln: Karteikarten, Schlagworte, Ordnung. Lustvoll arbeitet sich Nenik hier an Verschwörungstheorien, an Wahrheitskonstruktionen und Mystery-Plots ab." Clara Ehrenwerth, kreuzer - Das Leipzig Magazin 03/2017

 

"Neniks eigentliches Interesse liegt darin, zu schauen, wie sich alles verschraubt, wie das Schreiben von Literatur, das Archivieren von Geschichte und das Nachdenken über Vergangenheit zusammenwirken. Die gravitätische Mitte dieses rücksichtslosen und gerade deswegen so überzeugenden Projekts ist das Archiv, ´ein Ort des ebenso systematischen wie unsichtbaren Erfassens, Erhaltens und Erhebens der ungebunden daherkommenden Reste einer Vergangenheit, die von der Gegenwart für alle Zukunft unvergänglich gemacht werden sollte´." Samuel Hamen, Livres - Bücher 09/2017, Literaturbeilage des tageblatt (Luxemburg) und auf seinem Blog

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