Harvard, USA, im Jahre 1963.

Die junge Archivarin Amanda Hollis fristet eine traurige Existenz. Sie verbringt ihre Tage damit, in einer Untergrundbibliothek der Universität zu sitzen, die Vergangenheit der altehrwürdigen Institution in Schlagworte zu fassen, selbige auf Karteikarten zu schreiben und auf diese Weise ihre Geschichte für die Nachwelt festzuhalten. Eines Tages aber erhält sie den Auftrag, das Leben eines obskuren Bibliothekars aufzuarbeiten. Kaum dass sie sich ans Werk gemacht hat, erfährt sie von einer bislang unbekannten Karte, der sogenannten Vinland-Map, die erst kürzlich gefunden worden ist und beweisen soll, dass Amerika lange vor Kolumbus von den Wikingern entdeckt wurde ...

Bücher

Dies ist ein Buch über einen uruguaynischen Unruhestifter. Und eins über einen englischen Elfmeterschützen, dem eine Elfe erscheint. Dies ist aber auch ein Buch über einen belgischen Bibelforscher, der von einer bumsfidelen Bibliothekarin bestiegen wird. Und auch eins über ein Weibsbild, das Weltmeisterin im Wurstgesteckwinden werden will. Desweiteren spielen mit: ein coupierter Chow-Chow, ein humpelnder Handwerker mit einer Hasenpfote, jadegrüne Jockeys, die Juwelen jagen, dutzende durchtrainierte Dreizentnerpolizisten, ein tölpelhafter teutonischer Träumer sowie jede Menge irrsinnig irrlichternde Idioten.

Mit XO hat Francis Nenik seinen Debütroman vorgelegt. Was einfach klingt, ist im wahrsten Sinne des Wortes eine sportliche Leistung. Nicht nur wollten Hunderte Seiten erst einmal beschrieben werden, mit diesem Anderthalbkilogrammwerk lassen sich tatsächlich Leibesübungen verrichten.

Es handelt sich um ein Buch, das klassisch von vorn nach hinten gelesen werden kann, sich aber auch durcheinander schmökern lässt. Ein widerborstiges Opus magnum, das sich niemand entgehen lassen sollte.

Angesiedelt hinter fremden Zeiten und (un)wirklichen Räumen, zwischen Duna und Wadi verschmelzen in den Texten Emotionen, Wahrheit und poetische Notwendigkeit. Sie erzählen von surrenden Frauenhäuptern, Spieluhrenpanoramen, ertraglosen Apfelbäumen im Restsommerhauch, Kellerglaspalästen in der Unberührbarkeit des Augenblicks und Leuchtkäfern am Rande der Einbildung, von koreanischen Wassermädchen, einer Femme fatale, die Aphrodisiaka aus Skarabäenmännchen herstellt, oder von der Schuhe verkaufenden Magierin Grey. Der Spur einer Ameise folgend vernimmt man schließlich mit etwas Glück und Neugier einen Laut, der im Gewühl des Alltags allzu leicht überhört wird - den lustvollen Seufzer des Sudankäfers.

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"Auf Walter Benjamins Kinderkarussell durch die Lüfte fliegen. Mächtig hoch zu Ross, hineingesogen in diesen Engelwirbel, die gleiche Bahn immer wieder beschreiben. Zerzaust von Übermut, laut träumend, Drehorgel schäumend, sitzt jeder in der Sprachbrise allein mit ein paar Schokoladepapier-Zitaten aus Benjamins Berliner Kindheit."

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Die Anthologie ist das Ergebnis einer bemerkenswerten Auswahl aus hundert Gedichten, an der zahlreiche Autorinnen und Autoren selbst sowie eine Jury beteiligt waren. Sie zeichnet ein Bild von der Poesie unserer Zeit. Sie stimmt Melodien an im Rauschen der Veränderung und versammelt persönliche Werke von 40 Dichterinnen und Dichtern aus dem deutschsprachigen Raum. Einige Perlen deutscher Gegenwartsliteratur lassen sich in ihr entdecken.

Nach Arcimboldo, Rousseau und seinem Einfluss auf die Französische Revolution, nach Hegels Phänomenologie des Geistes, nach Husserl, Heidegger, Wagner, Mondrian, Malewitsch, Duchamp, Picasso, Hitler, den UNO-Menschenrechten, Mieschers Entdeckung der "Nuclein"-Substanz, nach Watsons und Cricks Beschreibung der DNA, Higgs´ "Gottesteilchen" und vielem mehr stellt sich Lee die Frage: Was ist der Körper von Alchemie, Kultur, Glauben und Fortpflanzung? Ist er Transplantation, Spekulation oder Stammzellen-Wirtschaft? Unser Körper wird in Lees Gedichten zur Weltkarte der Worte und diese zum Daumen, an dem das weinende Kind heimatsuchend lutscht.

In "Warum? Darum." geht es um tierische Fakten, die uns schmunzeln lassen. Auf 48 illustrierten Farbseiten werden 12 skurrile Beobachtungen aus der Tierwelt aufgeklärt. Mit diesem Buch schloss Nanette Henschke ihr Studium der Kunstpädagogik in Leipzig ab und debütierte als Kinderbuchautorin.

Lange Zeit trennte die Loire das Städtchen Beaugency, bis eines Tages eine Brücke seine beiden Ufer miteinander verband. Doch dafür musste es mit dem Teufel zugehen, mit einer Katze und einem gewitzten Bürgermeister.